4. Advent – wohin damit?

Denn siehe, ich will ein Neues machen – erkennt ihr es denn nicht?

Jesaja 43,18-19 (in Auszügen)

Bevor Maria und Joseph Jesus bekommen geht ihr Weg erstmal ins Leere. Betlehem ist voll. Kein Raum für eine Gebärende. Kein Raum für das neue Leben, das endlich ankommen will. Erst bei den Tieren ist Raum. Hier lehnt niemand Maria und Joseph ab.

Ich glaube so geht es vielen Kindern und Jugendlichen in unseren Tagen. Sie machen sich lautstark Luft und fühlen sich nicht verstanden. Sie suchen Raum für das Neue, aber die Türen werden ihnen – scheinbar – zugeschlagen. Eine Höhle außerhalb ist es dann geworden für das Neue, das Gott schaffen will. Gerade für uns als CVJM soll es wichtig sein unsere Türen nicht zuzumachen vor den neuen Wegen, die Gott geht. Gerade für uns ist der Advent die Mahnung, dass nicht alles so bleibt wie es ist, weil Gott selbst einen Neuen Weg geht. Er lässt ein Neues aufwachsen. Ich glaube wir tun gut daran diesem Neuen Raum zu geben. Einen frohen 4. Advent!

3. Advent: worauf warten wir?

Es mag sein, dass es überflüssig ist das zu schreiben – mein Eindruck ist, dass diese Frage wichtig ist: worauf warten wir eigentlich? Warten wir auf immer neue Adventsfeiern? Weihnachtsplätzchen und Geschenke? Warten wir auf den „Heiligen Abend“ mit den gleichen Traditionen und Gebräuchen? Warten auf Weihnachtsromantik unter dem Baum? Worauf warten wir?

Die Welt zur Zeit Jesu hat Hoffnung erwartet, eine vage Hoffnung, dass Gott wieder eingreift in die Geschichte seiner Welt. Das er die Wendungt bringt. Und das hat er dann auch. Es sah aber so anders aus als wir dachten, sein Eingreifen. Ein Baby. Machtlos, ohne Herrlichkeit. Worauf warten wir? Ich möchte Gottes Eingreifen erwarten in einer Art und Weise, die er auswählt, die zu ihm passt und die so ganz anders sein wird als Lebkuchen und Geschenke. Darauf lohnt es sich zu warten.

Frohen und gesegneten 2. Advent – mach Dein Licht an!

14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. 15 Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. 16 So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. 

Mt. 5,14-16

Die Adventszeit ist eine Zeit von Licht und Warten, aber muss sie das sein? Manchmal frage ich mich – worauf warten wir denn? Ein Licht anzünden, Hoffnung aufleuchten lassen und Dunkles aufhellen – wirst Du diese Tage nutzen, um Dein Licht leuchten zu lassen?