UPDATE 31.10.2020: Neuer Lockdown – was bedeutet das für meine CVJM Arbeit vor Ort?

hands with latex gloves holding a globe with a face mask
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Ab dem 02.11. bis voraussichtlich Ende November befindet sich Deutschland in einer weiteren Lockdown-Phase aufgrund der rasant steigenden Corona-Infektionen. Das stellt eine neue Herausforderung für die CVJM Arbeit vor Ort dar.

Restaurants, Café’s (auch das Café zwoSIEBEN), Veranstaltungen – alles muss schliessen oder abgesagt werden. Einzige Ausnahme: Gottesdienste oder Gottesdienstähnliche Veranstaltungen dürfen nach wie vor stattfinden, allerdings unter der Auflage, dass die Abstandsregeln eingehalten werden (Akteure mind. 3 Meter) und es herrscht Maskenpflicht während des gesamten Gottesdienstes.

Bis zum 02.11.2020 gelten nach wie vor die Regeln, die z.B. der hessische Jugendring vorstellt. Es ist unwahrscheinlich, dass ab Montag dem 02.11.2020 diese Regeln noch weiter gelten werden – ich versuche zeitnah hier die aktuellen Änderungen vorzustellen!

Gestern (30.10.2020) hat die EKHN eine Handlungsempfehlung veröffentlich. Das ist für diejenigen CVJM, die kein eigenes Haus haben auf jeden Fall relevant. Hier einige Auszüge:

„Daher sollen alle Veranstaltungen, bei denen sich Gruppen und Kreise regelmäßig treffen, in den kommenden vier Wochen nicht stattfinden. Dazu gehören auch Angebote für Kinder, Jugendliche und Senior*innen, die Arbeit mit Chören und Posaunenchören oder Bewegungsangebote sowie Gruppen und Kreise, die nicht der Gemeinde angehören, aber in den Gemeinderäumen stattfinden.

Weiter heißt es in dem Papier: „Alle öffentlichen Veranstaltungen wie Konzerte, Vorträge etc. sollen nicht stattfinden. Sie können – wenn möglich – in digitaler Form angeboten werden. Auch für Gremiensitzungen und Besprechungen empfehlen wir dringend, diese digital durchzuführen.“

Ihr wollt das Thema Angst im Teenkreis/Jugendkreis behandeln? Hier ist ein Stundenentwurf von Jugendarbeit Online „Gott trägt in Angst“.

Hansjörg Kopp

Was kann ich jetzt tun? Beten! Denn unser Land, die Kranken, die von den Einschränkungen existenziell Betroffenen, aber auch unsere Kinder und Jugendlichen brauchen Gebet! Ich fand das Gebet von Hansjörg Kopp, dem Generalsekretär des CVJM Deutschland, schön (die pdf Version gibt es hier):

Gott, allmächtig und barmherzig bist Du. Wir kommen zu Dir in tiefer Sorge und Not. Du bist da.

Wir bringen vor dich diese Welt, die du geschaffen hast. Wir rufen: „Herr, erbarme dich“.

Wir bitten dich für die Kranken: Heile du.
Tröste die Einsamen, Ängstlichen und Mutlosen, die Sterbenden und Trauernden. Wir rufen: „Herr, erbarme dich“.

Wir danken dir für alle, die Verantwortung tragen in Politik, Ämtern, Behörden und Forschung. Wir bitten dich: schenke Kraft, Ermutigung und Weisheit.
Wir bitten dich für alle in Medizin und Pflege, in Praxen und Krankenhäusern, bei Feuerwehr und Polizei. Schenke immer wieder neue Energie und Kraft.

Wir rufen: „Herr, erbarme dich“.

Wir bitten dich für unsere Gesellschaft, im Besonderen für die Menschen in unserem Land. Danke für Zeichen der Solidarität. Herr, wir brauchen mehr davon. Lass uns alle mehr danach fragen, was dem Nächsten dient, als zu sehr auf uns selbst zu schauen und uns ehrlich fragen, was wichtig ist.
Wir rufen: „Herr, erbarme dich“.

Wir wünschen uns Normalität und sehnen uns nach Alltag. Schenke Du in allen Familien in dieser schulbefreiten Zeit ein gutes Miteinander, aufeinander hören, füreinander da sein.
Wir rufen: „Herr, erbarme dich“.

Wir bitten für alle, die wirtschaftliche Verantwortung tragen, diejenigen, die um ihre Arbeitsplätze bangen und diejenigen, die auch materiell von der Krise betroffen sind:
Wir rufen: „Herr, erbarme dich“.

Das alles bitten wir nicht nur für unser Land, sondern für die Menschen auf allen Kontinenten. Herr, wie schnell geraten andere Notsituationen, Kriege und Krisen aus dem Blick. Du bist auch in allen anderen Krisengebieten dieser Welt. Lass Geflüchtete Hilfe erfahren, beende Kriege.
Wir rufen: „Herr, erbarme dich“.

Für uns als CVJM bitten wir: lass uns nah bei dir bleiben. Gib uns Mut, Entscheidungen zu treffen. Mache uns zu Mit-Gestalterinnen und Mitgestaltern in der Gesellschaft. Wir bitten Dich auch um besonderen Schutz der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die normalerweise Teil unserer Angebote und Programme sind. Wir wollen dir vertrauen, beten und helfen.

Wir rufen: „Herr, erbarme dich“.

In allem spüren und erfahren wir neu, dass Leben ein Geschenk ist. Du hast Anfang und Ende fest umschlossen. Das ist unsere Hoffnung und Zuversicht

Du bist das Licht der Welt, Du bist ein Gott der Hilfe und des Friedens. Lass uns Dir vertrauen, auch wenn unser Glaube manchmal schwach ist und nicht stark.
Wir beten im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, Amen.

Für den CVJM: Hansjörg Kopp, Generalsekretär, Kassel im März 2020